Zwischenfall bei der Gedenkveranstaltung zum 20. Juli 1944
Am 20. Juli 2026 fand in Berlin eine Gedenkveranstaltung der Bundesregierung zum Jahrestag des gescheiterten Attentats von Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Adolf Hitler statt. Bei der Veranstaltung kam es zu einem Eklat, als Tobias Korenke, Großneffe des evangelischen Theologen und NS-Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer, versuchte, einen Kranz der Bundestagsfraktion der AfD an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock zu entfernen. Zeugen berichteten, dass Sicherheitsmitarbeiter eingriffen und bei der Auseinandersetzung der Kranz der AfD beschädigt wurde.
Korenke äußerte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur seine Empörung darüber, dass Nachkommen von Widerstandskämpfern die Kranzniederlegung der AfD nicht akzeptieren würden. Er sagte: „Viele Nachkommen und dazu gehöre auch ich, empfinden eine wirklich große Wut, wenn wir sehen, dass die AfD hier Kränze ablegt. Das werden wir hier nicht akzeptieren.”
Reaktion der AfD-Bundestagsfraktion
Ein Sprecher der AfD bestätigte, dass die Fraktion einen Kranz für die Gedenkfeier bereitgestellt hatte, konnte jedoch nicht abschließend sagen, ob auch Mitglieder der Fraktion anwesend waren. Götz Frömming, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Geschichte der Fraktion, betonte, dass die AfD als im Bundestag vertretene Partei zu offiziellen Gedenkfeiern eingeladen werde, weshalb sie an der Veranstaltung teilnahm.





