Mietpreisentwicklung im Frühjahrsquartal 2024
Die Angebotsmieten für Wohnungen in Deutschland sind im Frühjahrsquartal 2024 (April bis Juni) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um durchschnittlich vier Prozent gestiegen. Das geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hervor, über die der Finanzdienst Reuters berichtet. Im selben Zeitraum lag die allgemeine Inflationsrate bei rund 2,6 Prozent, trotz markant gestiegener Energiepreise durch den Iran-Krieg. Im Vergleich zum vorherigen Quartal stiegen die Mieten von April bis Juni um 1,3 Prozent.
Besonders ausgeprägt war die Mietpreisentwicklung in Großstädten außerhalb der sieben größten Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf). Hier betrug der Anstieg 4,9 Prozent. Im Umland dieser Städte lag der Zuwachs mit 3,9 Prozent ebenfalls über dem Bundesdurchschnitt. Die Top-7-Städte wiesen mit 2,9 Prozent ein moderateres Mietpreisplus auf.
Regionale Unterschiede in den Großstädten
In nahezu allen Großstädten Deutschlands stiegen die Mieten deutlich an. Besonders stark fiel der Anstieg in Köln mit 7,9 Prozent aus. Hamburg verzeichnete einen Zuwachs von 5,5 Prozent, Leipzig 5,4 Prozent und Essen 5,0 Prozent. Weitere bedeutende Steigerungen gab es in Dortmund (4,7 Prozent), Düsseldorf (3,8 Prozent) und München (3,7 Prozent). Moderate Entwicklungen zeigten sich dagegen in Frankfurt am Main mit 2,9 Prozent sowie Stuttgart (0,9 Prozent) und Berlin (1 Prozent), die beide deutlich unter dem Durchschnitt der übrigen Städte blieben.





