Einfluss eines Eisbergs auf Kaiserpinguine
Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri) sind bekannt für ihre Anpassungsfähigkeit an extreme antarktische Bedingungen. Sie überstehen eisige Temperaturen, lange Dunkelheit und weite Wanderungen über das Meereis. Für den Bruterfolg sind zwei Faktoren entscheidend: stabiler Meereisuntergrund für die Aufzucht der Küken sowie ungehinderter Zugang zum offenen Meer, um Nahrung zu beschaffen.
Im Jahr 2025 stellte sich jedoch ein ungewöhnliches Hindernis auf der Coulman-Insel heraus. Ein fast 14 Kilometer langer Eisberg setzte sich Ende Juli wenige Kilometer nördlich der Kaiserpinguin-Kolonie am Meeresboden fest. Diese Entwicklung fiel genau in die kritische Brutzeit, da in diesem Zeitraum frisch geschlüpfte Küken besonders auf regelmäßige Fütterungsrunden ihrer Eltern angewiesen sind.
Verlängerter Weg zur Nahrung
Nach Untersuchungen eines südkoreanischen Forscherteams um Jeong-Hoon Kim vom Koreanischen Polarforschungsinstitut verlängerte sich durch den Eisberg der Weg zum offenen Meer von etwa 9 auf fast 15 Kilometer. Die ungewöhnliche Form des Eisbergs erschwerte die Passage: Die dem offenen Meer zugewandte Seite war flach abfallend, während zur Kolonie hin eine mehr als 20 Meter hohe Eiswand das Durchkommen stark erschwerte.
Obwohl ein schmaler Durchgang offen blieb, war dieser vermutlich schwer zu finden, weshalb die Pinguine größere Umwege in Kauf nehmen mussten. Diese zusätzlichen Belastungen können besonders in der empfindlichen Phase nach dem Schlüpfen gravierende Auswirkungen auf die Versorgung und das Überleben der Jungtiere haben.
Deutlicher Rückgang der Kükenzahlen
Die Forschenden zählten in der betroffenen Brutperiode lediglich 6.658 lebende Küken, was einem Rückgang von etwa 69 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2024 war die Zahl deutlich geringer. Vor Ort wurden zudem mehrere tote Küken gefunden, was die Annahme unterstützt, dass die erschwerte Nahrungssuche durch den Eisberg zum Bruterfolg beigetragen hat.
Bisher lag bei der Kaiserpinguin-Forschung der Fokus vor allem darauf, wie großflächige Veränderungen des Meereises die Tiere beeinflussen. Die aktuelle Studie hebt jedoch hervor, dass auch einzelne Eisberge erhebliche Auswirkungen auf eine Kolonie haben können, selbst wenn die allgemeinen Meereisbedingungen günstig bleiben.
Artenschutz und Bedeutung stabilen Meereises
Kaiserpinguine erreichen eine Körpergröße von über einem Meter und sind die am südlichsten lebenden Pinguinarten. Von April bis Januar sind sie auf stabiles Meereis angewiesen, das mit dem Festland verbunden sein muss, um erfolgreich zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Die Eier werden zwischen Mai und Juni gelegt, die Küken schlüpfen nach etwa 65 Tagen und werden erst im Dezember bis Januar flügge.
Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft die Art als "stark gefährdet" auf ihrer Roten Liste ein, was die besondere Bedeutung stabiler Lebensräume für das Überleben der Kaiserpinguine unterstreicht.
Die Autoren der aktuellen Studie weisen darauf hin, dass ihre Untersuchung nur eine Brutsaison umfasst und keinen definitiven ursächlichen Zusammenhang belegen kann. Dennoch ist der Eisberg eine plausible Erklärung für den starken Rückgang der Kükenzahlen, wobei auch andere Umweltfaktoren eine Rolle gespielt haben könnten.
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Nach Angaben des Koreanischen Polarforschungsinstituts stellte der Eisberg eine neue Herausforderung für die Kaiserpinguine dar, deren Überleben eng mit den Bedingungen des Meereises verbunden ist.
Forscher hoffen, dass künftige Studien weitere Erkenntnisse zu den Auswirkungen individueller Eisberge auf antarktische Tierpopulationen liefern werden.
Những điều bổ ích từ bài viết
- Ein fast 14 Kilometer langer Eisberg blockierte 2025 den Weg zur Nahrungsquelle der Kaiserpinguine auf der Coulman-Insel.
- Die Distanz zum offenen Meer verlängerte sich durch den Eisberg von 9 auf fast 15 Kilometer, was die Futtersuche erschwerte.
- Die Zahl der lebenden Küken sank um rund 69 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
- Einzelne Eisberge können trotz stabiler allgemeiner Meereisbedingungen den Bruterfolg einer Kolonie beeinträchtigen.
- Die Kaiserpinguine sind als Art laut IUCN "stark gefährdet" und auf stabiles Meereis angewiesen.
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Bài viết được biên tập với sự hỗ trợ của công cụ trí tuệ nhân tạo (AI), tổng hợp từ các nguồn tin dẫn bên dưới và đã qua kiểm duyệt của toà soạn Quang Minh Việt Nam.







