Erster Menschenrechtspreis der Grünen-Landtagsfraktion in NRW
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im nordrhein-westfälischen Landtag hat erstmals einen Menschenrechtspreis ausgelobt, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Das Preisgeld wird von den Abgeordneten selbst finanziert. Die Verleihung soll erstmals rund um den Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember stattfinden. Mit dem Preis sollen Personen, Initiativen, Organisationen oder Projekte aus Nordrhein-Westfalen gewürdigt werden, die sich in besonderer Weise für die Verteidigung und Förderung der Menschenrechte einsetzen.
Eine ehrenamtliche Jury entscheidet über die Vergabe des Preises, zu deren Mitgliedern unter anderem die bekannte Fernsehmoderatorin Bettina Böttinger gehört. Böttinger, die sich seit vielen Jahren für Menschenrechte engagiert, zeigt sich begeistert von der neuen Initiative und unterstreicht die Bedeutung, Menschen anzuerkennen, die große Risiken für die Wahrung der Menschenrechte eingehen.
Menschrechte in einer globalen Krise
Laut Berivan Aymaz, Vizepräsidentin des Landtags, stecken Menschenrechte weltweit in einer tiefen Krise. Sie verweist auf die Zunahme autoritärer Regime, die Freiheitsrechte einschränken, sowie auf Verstöße gegen das Völkerrecht, etwa durch Russland in der Ukraine, im Nahen Osten oder im Sudan. Zudem nimmt die Gewalt gegen queere Menschen und Frauen zu.






