Tödlicher Schuss in Biddeford löst Forderungen nach Reform aus

Am Montag wurde Joan Sebastián Guerrero, ein 25-jähriger Kolumbianer, von einem Agenten der US-Einwanderungsbehörde ICE in der Stadt Biddeford im Bundesstaat Maine erschossen. Laut Angaben des US-Heimatschutzministeriums soll der ICE-Beamte wegen „Sorgen um die öffentliche Sicherheit“ gehandelt haben. Nach Berichten der New York Times soll das Opfer sein Fahrzeug als Waffe gegen den Beamten eingesetzt haben. Die kolumbianische Regierung unter Präsident Gustavo Petro kritisierte die USA hingegen scharf und warf ihnen Mord vor.

Guerrero soll nach Angaben von Aktivisten eine Arbeitserlaubnis für die USA besessen haben, während das Heimatschutzministerium erklärte, der 25-Jährige sei im September 2023 illegal über die südliche Grenze in die USA eingereist. Der Vorfall ist der vierte Todesfall bei ICE-Einsätzen seit Januar 2026.

Forderung der Gouverneurin Janet Mills nach Reform oder Abschaffung

Janet Mills, die demokratische Gouverneurin von Maine, reagierte mit einem Appell an die Kongressabgeordneten ihres Bundesstaates. Sie fordert eine umfassende Reform der ICE oder deren vollständige Abschaffung. In einem Brief betonte Mills, der Kongress müsse den ICE verpflichten, die Rechtsstaatlichkeit zu wahren und die Sicherheit aller Menschen zu garantieren. Die Behörde müsse dringend reformiert werden, um weitere familiäre Tragödien zu verhindern. Falls dies nicht geschehe, hält Mills eine Abschaffung der Behörde für notwendig.